Folgende Stücke befinden sich derzeit in unserem Repertoire:

MIGRANTENCHOR


von Kostas Papakostopoulos


Eine Urauff├╝hrung des Deutsch Griechischen Theaters
in Koproduktion mit dem Theater Aachen und der Studiob├╝hne K├Âln

Nominiert f├╝r den K├Âlner Theaterpreis 2006

Eingeladen zum Theaterfestival Dimitria 2008 in Thessaloniki, Griechenland.
In Kooperation mit der Stadt K├Âln, dem Goethe Institut und dem Deutschen Konsulat Thessaloniki.
Eingeladen nach Barcelona im Jahr 2009 als offizieller Festbeitrag der Stadt K├Âln zur 25-Jahr-Feier der St├Ądtepartnerschaft K├Âln-Barcelona.
Eingeladen nach Turin im Jahr 2011 als offizieller Festbeitrag der Stadt K├Âln im Rahmen des 150j├Ąhrigen Jubil├Ąums der Einheit Italiens.

Premiere K├Âln: 26. April 2006, Studiob├╝hne K├Âln
Premiere Aachen: 27.10. 2006, Theater Aachen

Konzeption & Regie: Kostas Papakostopoulos
Co-Autoren: Manuel Gogos, Florian Meyer
B├╝hnenbild & Kost├╝me: Zezo Dinekov
Musikkomposition & Choreinstudierung: Herbert Mitschke
Dramaturgie: Florian Meyer, Patrick Neveling
Wissenschaftliche Recherche: Manuel Gogos

Videoinstallation: Christian Fuhrmann
Dramaturgieassistenz: Cagatay Basar
Regieassistenz: Anastasia Avenidou
Licht: J├╝rgen Zoch

Besetzung
Migranten:
Tonia Andrianaki, Tunc Denizer, Vasilis Nalbantis, Nadja Soukup, Tomasso Tessitori

Deutsche:
Thomas Franke, Stefan Kleinert

Gerne bieten wir Ihnen diese Inszenierungen als Gastspiel in Ihrem Hause an.

Migrantenchor


Im Jahr 2005 hat der 1955 zwischen Deutschland und Italien geschlossene Anwerbevertrag, mit dem die moderne Arbeitsmigration nach Deutschland begann, seinen f├╝nfzigsten Jahrestag gefeiert. Das Jubil├Ąum fiel in eine Zeit, in der die gesellschaftliche Debatte um Begriffe wie 'Parallelgesellschaften' und 'Leitkultur' mit neuer Heftigkeit gef├╝hrt wird. Wir, das DGT, haben diesen Jahrestag zum Anlass genommen, den B├╝rgern des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen Geschichte die Arbeitsmigration stark gepr├Ągt hat, das Theaterprojekt 'Migrantenchor' vorzustellen.

Dem Theaterprojekt ist eine Reihe von Interviews vorausgegangen, die Mitarbeiter unseres Theaters mit Arbeitsmigranten verschiedener Nationalit├Ąten gef├╝hrt haben. Ziel der Interviews war, die Einwanderer von ihren Lebenserfahrungen in Deutschland, ihren Hoffnungen und Vorbehalten gegen├╝ber der neuen, fremden Heimat berichten zu lassen. Auf der Grundlage dieser 'Oral Histories' und verschiedener anderer Quellen hat unser Regisseur Kostas Papakostopoulos ein Theaterst├╝ck mit dem Titel 'Migrantenchor' verfasst. Das Werk ist eine Kollage aus Dichtung, historischen Dokumenten, Interviews und Berichten von Zeitzeugen. Auf der B├╝hne ist ein 'Museum der Migration' der Schauplatz f├╝r eine Reise zur├╝ck in die Zeit, als die ersten 'Gastarbeiter', hoch mit Koffern bepackt, in den Bahnh├Âfen M├╝nchen und K├Âln aus dem Zug stiegen. Um ihr Leben in Deutschland darzustellen, hat das DGT in dieser Kollage aus Dokument und Dichtung die Perspektive des Einzelnen diesseits des n├╝chternen Blicks der geschriebenen Geschichte gew├Ąhlt, und l├Ąsst ihn wie aus dem Chor eines antiken Dramas aus der Masse heraustreten.

Das Projekt sucht jenseits der W├╝nsche nach 'Multikulti' und der steigenden ├ängste vor ├ťberfremdung einen unverstellten Blick auf das Leben von Migranten in Deutschland zu gewinnen. Nicht zuletzt mit den Mitteln der Komik erkunden wir die geistigen Fluchtburgen, in denen es sich 'Inl├Ąnder' und 'Ausl├Ąnder' nebeneinander bequem gemacht haben, und entdecken die Selbstt├Ąuschungen und die Missverst├Ąndnisse im Bild des Anderen.
Das St├╝ck 'Migrantenchor' ist eine Koproduktion des Deutsch Griechischen Theaters mit dem Theater Aachen und der Studiob├╝hne K├Âln. Am 26. April 2006 feierten wir in der Studiob├╝hne K├Âln unsere erste Premiere. Die zweite Premiere fand am 27 Oktober im Theater Aachen statt.

Pressestimmen


"Einzelne Monologe lassen zwar Trag├Âdien und ungerechte Lebensl├Ąufe in der Fremde erahnen, nie aber verliert 'Migrantenchor' dabei seinen humorvollen Unterton ... Es ist die unverkennbare St├Ąrke des St├╝ckes, dass politisches Engagement nicht mit dem Zeigefinger vorgetragen wird ... Die Energie des Spiels aller Schauspieler in der Gruppe des Deutsch Griechischen Theaters ist bemerkenswert."
K├Âlner Stadt-Anzeiger vom 28.04.2006

"K├Ârperliche Musterung der Ank├Âmmlinge, Vortanzen vor dem Beamtenschreibtisch, Akkordautomatismus, Spracherwerb. 'Nicht in die laufende Maschine greifen!' Migrantenchor ist voll von Erinnerungen ... Stoff genug, um den moralischen Zeigefinger zu heben. Doch das tut 'Migrantenchor' nicht. Auf der B├╝hne herrscht Spielfreude und das stille Einverst├Ąndnis, den vorgegebenen Arbeits- und Denkrhythmus - "Wie ist meine Kontrollnummer?" - aus dem Ruder laufen zu lassen."
K├Âlnische Rundschau vom 28.04.2006

"Kostas Papakostopoulos und sein Ensemble des Deutsch Griechischen Theaters erz├Ąhlen fragmentarisch Migrationsgeschichte und bieten einen stets unterhaltsamen, gut gemachten Abend, der sich mancher Klischees mit einem Augenzwinkern bedient und, Not hin, Elend her, nie bitter wird."
Stadtrevue, Mai 2006

"Das ist gro├čes Theater, das seine Protagonisten in der kleinen Welt des Alltags zeigt und doch die Zuschauer auf die Ebene der gro├čen Gef├╝hle wie Gl├╝ck, Verzweiflung, Sehnsucht und Entfremdung f├╝hrt. Da auch die Darstellerriege eine geschlossene Leistung bietet, stellt sich der 'Migrantenchor' in der Gesamtschau als regelrechter Gl├╝cksfall heraus."
Aachener Zeitung vom 30.10.2006



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