25 JAHRE DGT - 25 ΧΡΟΝΙΑ ΕΓΘ

Liebe Freunde des Deutsch Griechischen Theaters, das Jahr 2015 war für uns ein ganz besonderes, denn das Ensemble von Kostas Papakostopoulos wurde 25 Jahre alt! Auch in 2016 sind wir gerne wieder für Sie da:

Höhepunkte im Jahr 2016:

Theaterprojekt für jugendliche Flüchtlinge

Das Deutsch Griechische Theater Köln präsentiert zum Thema „Flucht und Opfer“ am 18. November 2016 die Theaterinszenierung IPHIGENIE nach dem gleichnamigen Stück von Euripides im Theater im Bauturm. Anlässlich der neuen Inszenierung möchten wir, das DGT, ein außergewöhnliches Projekt ins Leben rufen.

Unser Theater veranstaltet eine Reihe von Workshops mit in Deutschland lebenden jungen Flüchtlingen. In den Workshops bieten wir den Teilnehmern die Gelegenheit, einen ersten Einblick in die Theaterarbeit zu gewinnen. Dazu werden spielerisch in Begleitung der Schauspielerin und Theaterpädagogin Annika Weitershagen Schauspielübungen und Rollen erarbeitet, um Freude und Interesse an der Welt des Theaters zu wecken. Anschließend erproben die Teilnehmer unter der Leitung des Regisseurs Kostas Papakostopoulos die Darstellung ihrer Wünsche und Sorgen in der neuen, fremden Heimat mit den Mitteln des Theaters. Schließlich nehmen wir einige der Jugendlichen mit hinter die Kulissen unseres Ensembles. In einem Zeitraum von acht Wochen erleben sie die Entstehung der Inszenierung IPHIGENIE, gestalten mit uns das neue Theaterstück und bereichern mit ihren Ideen den kreativen Prozess der Proben.

Wir sind bestrebt, für unser Theaterprojekt eine große Anzahl an Teilnehmern aus unterschiedlichen Herkunftsländern zu gewinnen, um ihre Anliegen gegenüber der Gesellschaft zu kommunizieren. Dabei bitten wir Sie um Ihre Mithilfe.




IPHIGENIE

von Kostas Papakostopoulos
nach "Iphigenia in Aulis" von Euripides

PREMIERE am 18. Nov. 2016 um 20:00 Uhr
im Theater im Bauturm
Aachener Straße 24-26, 50674 Köln
Vorbestellungen: DGT 0221 – 421283
Theater im Bauturm 0221 – 524242

Weitere Termine:

  • 19. und 20. November 2016
  • 26., 27., 28. und 29. Januar 2017
  • 09., 10., und 11. März 2017

Das Deutsch Griechische Theater präsentiert in diesem Jahr die Uraufführung des Werkes IPHIGENIE von Kostas Papakostopoulos. Es ist die zweite Inszenierung des auf drei Jahre angelegten Projektzyklus GELIEBTE HYBRIS, der sich mit dem Thema „Krise der Demokratie in Europa“ auseinandersetzt.

Er kommt in Booten, aus Syrien, aus Marokko, aus Afghanistan und dem Irak – der Flüchtling. Er fordert Europa, er spaltet es, er mutet ihm ein Bekenntnis, einen Beweis seiner humanistischen Werte zu, und stürzt den Kontinent dabei unwissentlich in seine bisher tiefste Krise. Inspiriert von Euripides’ „Iphigenie in Aulis“ entdecken Kostas Papakostopoulos und das DGT diese europäische Krise in Aulis, in der Gestalt des Flüchtlings IPHIGENIE.

Aulis deutet hier als Topos das Europa der Gegenwart an. In diesem harren die „freien Völker“ seit Langem verzweifelt der guten Winde, die die Erfüllung ihrer Träume versprechen. Die Zeit vergeht, das Bündnis der Feldherren wird brüchiger, die Geduld der Bürger schwindet, die Wut wächst. Ein Opfer muß her: Iphigenie, die nach Aulis flüchtet. Im neuen Werk fungiert sie als Symbol für alle jungen Flüchtlinge, die Zuflucht bei „Mutter Europa“ suchen und ihre Hilfe erhoffen. Agamemnon, der oberste Feldherr des Bündnisses – hier gespielt von einer Frau –, steht vor einem existenziellen Dilemma. Das Verlangen der Bürger nach der Opferung Iphigenies fordert zugleich die Opferung der ureigenen humanistischen Werte, die er selbst ehrt und propagiert. Doch ist es der einzige Weg, den Zusammenhalt des Bündnisses zu wahren. Oder aber er selbst wird der Wut der Bürger als Nächstes zum Opfer fallen. Unter dem Druck der kriegslüsternen Völker und der Intrigen seiner Anführer muss Agamemnon eine Entscheidung treffen: zwischen Gewissen, Pflicht und dem Wunsch nach Machterhalt.

In der Konzeptionsphase des neuen Stückes hat das DGT mit jungen Flüchtlingen zusammengearbeitet. Ihre Geschichten wurden vom Regisseur Kostas Papakostopoulos festgehalten und bearbeitet. Sie verleihen seiner IPHIGENIE eine Vielfalt der Stimmen geflüchteter Menschen. Es entsteht ein Theaterprojekt an der Schnittstelle zwischen Theater und Dokumentation. „Ich muss eine neu Leben machen in Deutschland“, sagt einer dieser Geflüchteten. Sind wir bereit dafür?

In Zeiten eines immer lauteren Streits über Flüchtlinge in Europa beschäftigen wir uns mit den Fragen: Wie geht unsere Demokratie mit den Flüchtlingen um? Haben unsere „Feldherren“ die Situation noch im Griff?



KUMPELTOD oder Gespaltene Zunge

von und mit Herbert A. Mitschke
Erinnerungen an Deutsches Demokratisches Republikleben

Gastspiel in der "Volksbühne am Rudolfplatz" Köln

am 01. Mai 2017 um 18:00 Uhr
und am 02. Mai 2017 (Schulveranstaltung)

Mitwirkende: Ruthilde Holzenkamp (Akk./Gesang) und Herbert A. Mitschke (Sprecher, Flöte, Gesang)
Regie: Kostas Papakostopoulos

Ein Auftragswerk des "Zentrum für verfolgte Künste" Solingen,
Vorbestellungen: 0221 3377 7866

In einer ca. 75-minütigen szenisch-musikalischen Aufführung werden Bilder/Videos, gesprochene und gesungene Texte sowie Kompositionen eigener Musik und musikalische Improvisationen zu einem persönlich geprägten Spiegelbild über das Leben in der DDR zusammengefügt. In der Aufführung spielen kritische Betrachtungen über die „Verstrickungen“ in das System und die ständige Bedrohung durch einen massiv restriktiven Überwachungs- und Repressionsapparat eine wichtige Rolle. Authentisch und emotional.

Mehr Informationen unter www.kumpeltod.de


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Weitere DGT-Inszenierungen:


Zum Video: ANTIGONE von Kostas Papakostopoulos

Zum Video: SCHUTZFLEHENDE von Kostas Papakostopoulos

Zum Video: WEIBERVOLKSVERSAMMLUNGvon Aristophanes

Zum Video: EUMENIDEN nach Aischylos

Zum Video: ELEKTRA von Sophokles

Zum Video: DIE VÖGEL von Aristophanes

Zum Video: AIAS 21 von Kostas Papakostopoulos nach Sophokles

Zum Video: MIGRANTENCHOR von Kostas Papakostopoulos

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